Sicherheitslücke bei Computerchips

Generationen von Computerchips sind nicht ausreichend gegen Attacken geschützt, mit denen Passwörter, Kryptoschlüssel oder Programminhalte gestohlen werden können. Die IT-Branche arbeitet fieberhaft an Updates, doch teilweise bleibt nur der Hardware-Tausch als Lösung.
In Computerchips sind neue Sicherheitslücken entdeckt worden, durch die Angreifer an vertrauliche Daten kommen könnten. Die Schwachstelle liegt in einem Prozess, bei dem benötigte Daten bereits im Voraus abgerufen werden, um die Rechenleistung zu erhöhen. Diese als »speculative execution« bekannte Technik kann von Unberechtigten dazu genutzt werden, Passwörter, Kryptoschlüssel oder Programminhalte abzugreifen. Das Chipdesign selbst verhindert, dass installierte Sicherheitssoftware Angriffe auf die Prozesse verhindern kann. Damit dürften viele Computer-Geräte zumindest theoretisch bedroht sein – sofern es kriminellen Hackern gelingt, Schadsoftware auf dem Chip zu installieren. Die Forscher erklärten, sie wüssten nicht, ob die Sicherheitslücke bereits ausgenutzt worden sei, da die Attacken keine Spuren in traditionellen Log-Dateien hinterlassen würden. Nach heutigem Stand seien viele Chips mit unterschiedlichen Prozessoren und Betriebssystemen nicht ausreichend vor derartigen Angriffen geschützt.
Die Forscher, beschrieben zwei Arten von Attacken. Bei der einen, der sie den Namen »Meltdown« gaben, werden die grundlegenden Trennmechanismen zwischen Programmen und dem Betriebssystem ausgehebelt. Dadurch könnte Schadsoftware auf den Speicher und damit auch auf Daten anderer Programme und des Betriebssystems zugreifen. Die zweite Attacke, »Spectre«, lässt zu, dass Programme einander ausspionieren können. Spectre sei schwerer umzusetzen als Meltdown – aber es sei auch schwieriger, sich davor zu schützen. Man könne lediglich bekannte Schadsoftware durch Updates stoppen. Ganz sei die Lücke aber nicht zu stopfen. Von Spectre seien »fast alle Systeme betroffen: Desktops, Laptops, Cloud-Server sowie Smartphones,« erklärten die Forscher.
Setzten Sie auf Experten … sprechen Sie mit uns von MBörso Computer GmbH.

Unser Videoclip